Makro-Viren werden in einer speziellen Programmiersprache geschrieben, die auf "BASIC" aufbaut. Beim Office-Paket der Firma Microsoft ist das "VBA" ("Visual Basic for Applications"). Diese Sprache ist nicht schwer zu erlernen, weshalb Makroviren noch immer zu den am weitesten verbreiteten Viren gehören.
Makros kommen überwiegend im Zusammenhang mit Office-Paketen zum Einsatz. Statt immer wieder die gleichen Arbeitsschritte abzuarbeiten, wird ein Makro erstellt, das diese Schritte "auf Knopfdruck" selbständig durchführt.
Bei dem Textverarbeitungsprogramm "Word" der Firma Microsoft wird die Datei "normal.dot" infiziert. Diese Datei hat die Aufgabe, die globalen Einstellungen dieser Textverarbeitung zu speichern. Von dort aus infiziert der Makrovirus alle .dot- und .doc-Dateien und verbreitet sich beim Austausch dieser Dateien. Das gilt analog für alle Programme eines Office-Paketes, die Makros verarbeiten können, also auch Tabellenkalkulationen oder Präsentationsprogramme. Verlassen Sie sich keinesfalls auf den in diese Programme integrierten "Makroviren-Schutz". Der kann von Viren relativ leicht umgangen werden.
Gegen Ende der 1990er Jahre machten Makroviren mehr als die Hälfte aller Viren aus. Heute sollte ihre Entdeckung einem modernen Virenscanner keine Probleme mehr bereiten. Ob die befallenen Dateien in jedem Fall auch wieder hergestellt werden können, steht allerdings auf einem anderen Blatt! Konnte sich ein Makro-Virus unbemerkt installieren, kann also u.U. die Arbeit von Wochen in Gefahr sein (etwa eine umfangreiche Diplomarbeit - möglichst noch ohne Backup).